Interview

Interview mit Karin Schäfer

Fragen von Xenia Kopf


Sie haben Puppenspiel studiert, eine vor allem in Österreichs Theaterszene seltene Ausbildung. Gibt es in Österreich eigentlich eine Möglichkeit dazu? Haben Sie schon früh gewusst, dass Sie sich hauptberuflich dem Puppenspiel widmen wollen? Wie ist diese Leidenschaft entstanden? Können Sie ihre Erfahrungen mit dem von Ihnen mitbegründeten Theater Per Poc beschreiben?


Ja, ich habe in Barcelona am „Institut del Teatre“ studiert, dort gab es damals einen Lehrgang für Figurentheater im Allgemeinen und einen für Marionettenbau und –spiel. Ich habe durch Zufall während einer Reise davon erfahren, und auf der Rückfahrt gleich in Barcelona in den „Tallers“ also den Werkstätten des Instituts vorbeigeschaut – als ich die gesehen habe, war es mir klar: DAS ist es, das ist der Bereich, in dem ich alle meine Interesse verfolgen und sie miteinander verbinden kann: Theater, bildende Kunst, Literatur, einfach alles, was man möchte – und man hat alles selbst in der Hand. Bis dahin hat mich Puppenspiel eigentlich überhaupt nicht interessiert, als Kind habe ich den Kasperl im Fernsehen eher schrecklich gefunden.


In Österreich gibt es keine offizielle Ausbildung, es gibt einige Seminarreihen, aber die kommen eher aus dem Amateurbereich – wer Figurentheater studieren will, muss nach Deutschland (Stuttgart, Berlin), Frankreich (Charleville-Mezieres) oder eben noch weiter weg.


Aber mehr noch als bei der Ausbildung lernt man ohnehin durch das selber tun – noch während meines Studiums habe ich gemeinsam mit Kollegen das Theater „Per Poc“ gegründet und dort haben wir uns selbst alles beigebracht, was man an der Schule nicht gelernt hat: wie verkaufe ich meine Stücke? Wie bewerbe ich sie? Wo finde ich Veranstalter? Was muss ich tun, um wirklich davon leben zu können? Meinen ersten Auftritt hatte ich mit einer Ella-Fizzgerald-Marionette um ein Uhr morgens in einem kleinen Jazzclub im Barrio Gotico in Barcelona. Später sind wir in ganz Spanien herumgefahren und bald auch auf internationale Festivals.


Ihrer Biographie nach haben Sie seit ihrer Ausbildung eine kontinuierliche und stetig erfolgreichere Karriere verfolgt. Würden Sie das zusammenfassend auch so formulieren?


Erfolgreich heißt für mich, wenn man das tun kann, was man tun möchte – wenn man keine all zu großen Kompromisse schließen muss und die Dinge aus der Vorstellung in die Wirklichkeit umsetzten kann. Aber Kontinuität ist glaube ich das Schlüsselwort: man muss einfach dranbleiben, auch wenn die Umstände widrig sind, solange und so konsequent bis es eben aufgeht. Bei manchen Projekten hat es Jahre gedauert von der Idee, bis sie dann tatsächlich auf die Bühne gebracht waren.


Sie sind seit Ihrer Ausbildung in Barcelona auch international stark präsent und viel unterwegs. Welche Unterschiede gibt es zwischen der österreichischen bzw. der Wiener und der internationalen Figurentheaterszene? Wo bieten sich die besten Konditionen für Figurentheater, wer ist das ‚beste’ Publikum?


Ein wesentlicher Unterschied zwischen Spanien oder Frankreich und Österreich liegt im - ich würde sagen - „unternehmerischen“ Ansatz der freien Theater dort – sie bekommen zwar zum Teil auch Förderungen für ihre Produktionen, aber die dienen als Startgeld – danach sind sie mit ihren Produktionen quer durchs Land unterwegs und erhalten sich durch die Honorare aus den Gastspielen.


Es gibt dort aber auch viel mehr Möglichkeiten zu touren – jede mittlere Stadt hat ein oder mehrere Gastspielorte, die dafür konzipiert sind, das freie Gruppen dort spielen, und die auch mit Budgets ausgestattet sind, den Gruppen Honorare zu zahlen. Das gibt es in Österreich kaum, und das führt dazu, dass speziell in Wien, Förderungen in freie Produktionen investiert werden, die nur wenige Tage und ausschließlich in Wien gespielt werden, und dann nie wieder. Das ist so verinnerlicht, das man bei den Fördergebern offensichtlich größte Probleme hat, unseren Ansatz zu verstehen: „bei uns bekommt ihr für die  gleich Fördersumme viel mehr Leistung – denn wir spielen ein Stück nicht nur 5 oder 10 mal, sondern dutzende Male und das wirklich weltweit“ – was ja auch wieder positiv zurück wirkt, weil damit freies Theater aus Wien anderswo überhaupt wahrgenommen wird.


Man muss dazu auch sagen, das es gerade die Festivals sind, die den internationalen Austausch ermöglichen – und wo man meist das (um zurück auf die Frage zu kommen) „beste“ Publikum hat. Festivals sind immer besser besucht, als „normale“ Aufführungen, das kann man ja auch in Wien bei den Festwochen sehen. Aber während die Festwochen viele tolle internationale Produktionen nehmen, die dort, wo sie herkommen gefördert werden (und man stolz auf sie ist), eben WEIL sie international erfolgreich sind, heißt es bei uns oft von Seiten der Fördergeber: warum spielt ihr denn nicht mehr in Österreich?


Wie ist die Idee des Visuellen Theaters entstanden? Stichwortartig würde ich Ihren Ansatz so beschreiben: „Figurentheater kombiniert mit Schauspiel, Tanz, Musik, Bildender Kunst, neuen Medien. Meist ohne Worte. Interkultureller Ansatz: die Stücke sollen für möglichst viele Menschen verständlich bzw. erlebbar sein, Barrieren wie Sprache, Herkunft, Alter sollen vermieden werden.“ Stimmen Sie dieser Formulierung zu? Was würden Sie hinzufügen bzw. ändern? Würden Sie sich als Figurentheatermacherin bezeichnen oder sehen Sie Ihren Schwerpunkt in der Kombination von verschiedensten Theaterfomen mit Medien?


Ja, das ist schon eine sehr gute Definition. Ich gehe vom Figurentheater aus, weil es viele Möglichkeiten bietet, aber von Anfang an hat mich die Kombination mit anderen Kunstformen interessiert und vor allem interessiert es mich, immer wieder Neues zu probieren. Jedes der bisherigen Stücke hatte einen anderen Ansatz, andere Techniken und Kombinationen mit anderen Genres. Auch auf das Alter möchte ich mich nicht so gerne festlegen. Es gibt Themen, die passen gut zu Kindern, andere zu Jugendlichen und natürlich ist es toll, wenn man Erwachsene, die ein bisschen scheel auf das „Puppentheater“ schauen, faszinieren kann und wenn sie dann sagen: das habe ich mir wirklich nicht so vorgestellt!


Auch die Produktionen, die speziell für Kinder gedacht sind, sollen die begleitenden Erwachsenen in ihren Bann ziehen und sie sollen ihren Spaß daran haben - ähnlich wie es ja bei den guten Animationsfilmen von Disney, Pixar oder DreamWorks der Fall ist.


Mittlerweile haben Sie eine Menge MitarbeiterInnen. Wie hat sich das Team über die Zeit entwickelt? Gibt es heute eine definierte Aufgabenverteilung oder ergibt sich diese von Produktion zu Produktion? (zB. Verfassen von Texten, dramaturgische Bearbeitung von Vorlagen, Konzeption von Bühnenbild und Puppen,...)


Als freie Gruppe ohne fixe Jahresförderung können wir uns leider kein fixes Team leisten, die Mitarbeiter wechseln zum Teil von Produktion zu Produktion, es gibt aber auch Überschneidungen. Da aber auch immer andere Themen im Vordergrund stehen, suche ich mir oft auch jeweils zu einer Produktion die passenden Mitarbeiter und Kooperationspartner. Fix ist eigentlich nur das Kernteam: mein Partner Peter Hauptmann, der hauptsächlich den organisatorischen Teil macht – vom Förderansuchen über Verkauf bis hin zur PR, der aber auch inhaltlich mitarbeitet, an Texten, Bildern, Videos, etc., und ich, die ich mich hauptsächlich auf den künstlerischen Teil konzentriere.


Stimmt der Eindruck, dass Sie bei den meisten Produktionen bei Text, Bild, Figuren federführend sind?


Die Konzepte, Bühnenbilder und das Design der Figuren kommen meist von mir, bei der Herstellung arbeiten dann oft viele Menschen mit, die Texte erarbeite ich oft gemeinsam mit Peter Hauptmann. Meist habe ich schon zu Beginn der Produktion eine ganz klare Vorstellung vom Ablauf des Stücks, die Details erarbeiten wir dann während der Proben. Spannend wird es dort, wo zwei Konzepte aufeinander treffen – also zum Beispiel das Konzept und die Ideen der MusikerInnen oder der Choreografin.


Wie würden Sie die Zielgruppe Ihrer Produktionen beschreiben?


Die ist bei jeder Produktion anders gewählt. Wir haben einige für Erwachsene, dann gibt es wieder Stücke für eher kleinere Kinder, und auch welche für größere oder Jugendliche – und, wie gesagt, immer wieder probiere ich auch, die Stücke so zu machen, dass sie im Prinzip für jedes Alter geeignet sind – das ist eigentlich die größte und schönste Herausforderung – wenn sich jede und jeder etwas daraus nehmen kann, wenn die Kinder über Bilder und Geschichten staunen und die Erwachsenen aus Text, Bildern und dem inhaltlichen Hintergrund ihre Faszination herleiten.


Das Karin Schäfer Figurentheater existiert schon lange als Wandertheater. Was sind für Sie die Vorteile dieser Arbeitsweise, was bedeutet sie für das Konzept? Hätten Sie nicht gerne ein fixes Haus?


Wir reisen unheimlich gerne, und auch wenn es oft sehr, sehr anstrengend ist, vor allem bei den größeren Stücken, immer wieder alles auf- und abzubauen, sich immer wieder an neue Bühnen- und Saalsituationen anzupassen, oft für nur einen einzigen Auftritt, so möchte ich diese Form, meine Arbeit „in die Welt“ zu tragen, auf gar keinen Fall missen. Die Kunst liegt darin, den technischen und materiellen Aufwand so weit zu minimieren, dass es auch auf Tournee realisierbar bleibt, aber doch so viel Aufwand hinein zu legen, dass die gewünschte Faszination erhalten bleibt.


Ein eigenes Haus möchte ich auf gar keinen Fall. Ich glaube, es handelt sich dabei um eine Illusion, auf die schon viele hereingefallen sind, dass nämlich ein fixes Haus auch fixe Budgets, eine sichere und ruhiger Arbeitsweise, ein Stammpublikum bedeuten würde und ähnliches – im Endeffekt kann man dabei aber leicht, wenn ich es böse formulieren möchte, zum Haus-Meister werden – und das ist nicht mein Traum.


In der freien Szene ist die Finanzierung im Allgemeinen eine komplizierte und oft prekäre Sache, damit setzt sich die IG Freie Theater intensiv auseinander. Für die gift wäre es daher auch interessant zu wissen, wie sich der Spielbetrieb im Detail finanziert: Welche Förderungen gibt es und in welcher Höhe bewegen sie sich? Wie hoch sind anteilig die wirtschaftlichen Einnahmen abseits der Förderungen? Wie halten sich Einnahmen und Ausgaben die Waage? Können Leitung, Angestellte und Mitarbeiter mit dem vorhandenen Budget angemessen bezahlt werden?


Wir bekommen leider, nach 16 Jahren Tätigkeit in Österreich (und davor 7 Jahre in Spanien) immer noch keine Jahres- oder Mehrjahressubventionen und müssen daher immer wieder um Projektförderung ansuchen. Der frühere Beirat bei der Stadt Wien, auch wenn er immer wieder anders zusammen gesetzt war, hat erkannt, wie unsere Arbeit strukturiert ist und hat verstanden, dass mit vergleichsweise kleinen Budgets bei uns große Impulse gesetzt werden, dass jeder Euro vervielfacht wird, weil wir mit den Produktionen dann „wirtschaftlich“ unterwegs sind und ein Vielfaches davon einspielen.


Das hat sich mit der Theaterreform leider radikal geändert. Ganz entgegen dem ursprünglichen Konzept, das man zu Beginn der Reform formuliert hatte, nämlich gerade die nationale und internationale Vernetzung zu fördern – also genau das, was wir seit Jahren tun – war es bis jetzt in der Praxis so, dass es die „Kuratoren“ absolut nicht interessiert hat, ob und wie lange man schon erfolgreich arbeitet – sie bewerteten ausschließlich die Konzepte, ob sie diese „spannend“, „neu“, „interessant“ finden – Kontinuität in der Arbeit interessierte sie nicht, schließlich sind sie ja gar nicht so lange im Amt – sie wählten einfach aus, was am Einreichungsbuffet am leckersten erschien und bis sich herausstellte, ob das, was sie gefördert haben, erfolgreich war, oder überhaupt verwirklicht wurde (ich kenne Förderungen, die nur zu einer einzigen Aufführung geführt haben), waren sie schon längst wieder weg. [Anm.: Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich diese Haltung nun mit dem neuen Kuratorenteam (das seit Mitte 2009 im Amt ist) geändert hat.]


Wir haben von der Gemeinde Wien seit 2006 keine einzige Förderung erhalten obwohl wir in jeder Runde mehrere Projekte eingereicht haben, und obwohl wir in dieser Zeit Gastspiele selbst an so renommierten Orten wie der Philharmonie Luxemburg hatten und mehrere Preise gewonnen haben – allein im heurigen Jahr, 2009, waren und sind wir zu Gastspielen, Tourneen und Festivals in Österreich, Deutschland, der Türkei, Polen, Serbien, Litauen, Israel, Bulgarien, Luxemburg, China und Japan eingeladen, seit Jahresbeginn haben wir bereits die vierte internationale Auszeichnung unserer Arbeit erhalten: den Preis der Publikumsjury beim Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestival in Amberg (Deutschland), den Hauptpreis der Publikumsjury und den Preis für das beste Autorenstück der Fachjury beim Internationalen Figurentheaterfestival in Slupsk (Polen), den Dr. Lorenz-Karall-Preis für herausragende künstlerische Leistungen im Burgenland und wir waren beim STELLA, dem österreichischen Theaterpreis für junges Publikum in gleich zwei Kategorien nominiert: bestes Stück und beste Musik.


Die „Kuratoren“ die bis Mitte 2009 im Amt waren (Glechner, Turnheim, Vejtisek) haben erneut alle unsere Einreichungen abgelehnt, sogar diejenigen um Wiederaufnahme der mit Preisen ausgezeichneten Stücke.


Der Bund fördert unsere Projekte und unsere Touringtätigkeit bislang doch jedes Jahr, ebenso das Land Burgenland. Insgesamt kommen ca. 30 – 40% unserer Einnahmen aus Förderungen, der Rest aus Auftritten und Kooperationen. Unsere Strategie ist es, möglichst breit aufgestellt zu sein, also Stücke für verschiedene Kontexte, Altersgruppen und Veranstalter im Repertoire zu haben, so kommen wir auch in harten Zeiten mehr oder weniger über die Runden. Auch für uns, obwohl man unsere Arbeit wahrscheinlich als langfristig erfolgreich wahrnimmt, bleibt die finanzielle Lage anhaltend prekär.


Das Karin Schäfer Figurentheater bietet auch Auftragswerke an. Sind Sie dadurch wirtschaftlich unabhängig (z.B. von Förderungen)? Wie sieht die Auftragslage für Figurentheater aus?


Gerade die Auftragswerke funktionieren meist nur, wenn wir selbst eine Projektförderung, die wir an Land ziehen, mit einbringen, führen also nur so weit zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit, als sie es ermöglichen, verschiedene Finanzierungsquellen so zu kombinieren, dass dabei ein akzeptables Budget heraus kommt. Meist strecken wir dabei auch eigenes Geld in den Produktionsprozess vor, das dann später durch Gastspiele zum Teil wieder herein kommt – oft erst sehr langfristig, und nachdem wir ein Stück wirklich jahrelang gespielt haben. Von einer „Auftragslage“ kann man eigentlich gar nicht sprechen, oft sind es zufällige Begegnungen oder Anfragen, manchmal auch langjährige, aber sehr lose Kooperationen. Toll wäre es wahrscheinlich, mit einem großen Haus oder Landestheater zusammen zu arbeiten, oder auch eine Auftragsproduktion für ein großes Festival, das hatten wir in dieser Form leider noch nicht. Sehr schön und erfolgreich waren und sind unsere Koproduktionen mit der Jeunesse (Musikalische Jugend), gerade auch weil mich die Integration von Musik und visuellem Theater so interessiert. Auch unser nächstes Projekt wird voraussichtlich wieder in Zusammenarbeit mit der Jeunesse und mit Livemusik sein.


Bitte beschreiben Sie ein wenig das Festival PannOpticum. Seit wann existiert es? Welche Produktionen werden eingeladen, oder werden KünstlerInnen bzw. Gruppen zu Koproduktionen eingeladen? Welchen Umfang hat das Festival? Gibt es Nachwuchs speziell aus dem Raum Wien oder ist das Festival ausschließlich international orientiert? Wird das Programm nach einem thematischen Schwerpunkt oder anderen Gesichtspunkten gestaltet? Warum wurde von 2009 auf 2010 verschoben?


PannOpticum haben wir schon vor vielen, vielen Jahren geplant, und dann 2003 auch erstmals tatsächlich umsetzten können, nachdem wir das Land Burgenland, die Gemeinde Neusiedl am See und den Bund als Partner für die Finanzierung gewinnen konnten. In den folgenden Jahren haben wir es 2-jährig veranstaltet, also 2003, 2005 und 2007, aber im heurigen Jahr (2009) hat die Finanzierung leider nicht ausgereicht und so mussten wir es auf 2010 verschieben. Ab dann wird es hoffentlich wieder 2-jährig stattfinden. Wir laden Gastspielproduktionen ein und achten dabei darauf, das Programm möglichst ausgewogen zu halten: verschiedene Stile, aus verschiedenen Ländern, für unterschiedliche Altersgruppen. Bis jetzt hatten wir Gruppen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Slowakei, Ungarn, Spanien, Türkei, Israel, Kanada Argentinien und sogar China bei uns zu Gast. Das Festival dauert immer fünf Tage und ist sehr, sehr intensiv. Es gibt Schul- Familien- Abend- und Nightline- Vorstellungen sowie das „Fest der Figur“, wo an einem Nachmittag, in einer Art Jahrmarkt, eine ganze Reihe Kurzstücke zu sehen sind. Mehr als 2000 Zuseher sind bisher pro Jahr gekommen und wir freuen uns immer am meisten, wenn es uns gelingt, Menschen für das Figurentheater zu begeistern, die nie auf die Idee gekommen wären, sich „so etwas“ anzusehen – Jugendliche aus den umliegenden Schulen, Menschen aus der Umgebung, aber auch Kultur- und Theaterbegeisterte, die noch nie zuvor in einer „Puppentheater“- Vorstellung waren. Auch beim Festival versuchen wir zunehmend das Konzept des visuellen Theaters in den Vordergrund zu stellen –also mehr Bilder- als Texttheater, wobei die Grenzen natürlich fließend sind. Wichtig ist uns auch das Rahmenprogramm, das sichtbar macht, dass die Grenzen wirklich nach allen Seiten hin offen sind: es gibt Ausstellungen, Filmvorführungen, Videos –alles rund um das Thema „Figur“. Wer mehr darüber wissen will, ist herzlich eingeladen, unsere Homepage zu besuchen:


www.figurentheater.at


Das Gespräch mit Karin Schäfer führte Xenia Kopf im Juni 2009, es erschien (in gekürzter Form) im Rahmen des Artikels „Spielarten – Ein Portrait der ostösterreichischen Figurentheaterszene“ in der Juli-Ausgabe der „gift – zeitschrift für freies theater“.


Hier gibt es noch ein weiteres Interview mit Karin Schäfer aus dem Jahr 2008 >>>